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Hamburg, 11. 11. 2017, Marx-Tagung,  Universität Hamburg, Vorträge und Diskussion (Genauere Angaben folgen)

Eine Veranstaltung der MASCH Hamburg, Marxistische Abendschule Hamburg – Forum für Politik und Kultur e.V. Postfach 6o 18 o6, 22218 Hamburg,  info@masch-hamburg.de

Dieter Wolf
Dialektische Methode als wissenschaftliche Methode in Marx‘ Kapital
Warum kann Marx sagen: „Der ‚Hegelsche“ Widerspruch ist die Springquelle aller Dialektik“?

Andere Vorträge

Kilian Stein – „Die Rechtskritik im Kapital

Tobias Reichardt – „Gesellschaft und Herrschaft bei Marx“

Ansgar Knolle-Grothusen – „Zum physiologischen Charakter der „abstrakt menschlichen Arbeit“

Antonella Muzzupappa – „Kapital und Ausbeutung in der Kritik der politischen Ökonomie“

Maxi Berger – „Macht und Ohnmacht der Kritik in der kapitalistischen Gesellschaft“

Michael Löbig – „Zum Fetischcharakter der Ware, ideologisches Bewusstsein und der stumme Zwang der Verhältnisse – Aspekte eines Verhältnisses“

Archiv

150 Jahre Das Kapital – Das Kapital in der Kritik

Tagung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg am 24. und 25. März 2017

 Veranstaltet vom Forum für Marx-Forschung Oldenburg

Dieter Wolf

Der „Doppelcharakter der Arbeit“ und die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit.
Zum Verhältnis von Qualität und Quantität des Werts

  • Proportionale Verteilung der Gesamtarbeit bzw. Gesamtarbeitszeit auf die verschiedenen konkret nützlichen Arbeiten und die Herstellung des gesellschaftlich allgemeinen Charakters der konkret nützlichen Arbeiten in nichtkapitalistischen Gemeinwesen im Unterschied zu kapitalistischen Gemeinwesen
  • Proportionale Verteilung der Gesamtarbeit bzw. Gesamtarbeitszeit und das keine Vergesellschaftungsrelevanz besitzende Vorhandensein  der allgemeinen Eigenschaft der Gebrauchswerte und der konkret nützlichen Arbeiten,  ein Arbeitsprodukt bzw. abstrakt menschliche Arbeit zu sein, in nichtkapitalistischen Gemeinwesen.
  • Proportionale Verteilung der Gesamtarbeit und der „Doppelcharakter der Arbeit“  im kapitalistischen  Gemeinwesen. Die allgemeinen Eigenschaften, Arbeitsprodukt und abstrakt menschliche Arbeit zu sein, als Vergesellschaftungsrelevanz besitzende,  historisch-spezifische gesellschaftliche Formen. Zu Marx‘ wissenschaftlicher Vorgehensweise, schrittweise Wert und abstrakt menschliche Arbeit in der Analyse des Austauschverhältnisses zu erklären  als eine Vorgehensweise, in der es auf die Kapitalinterpretation sich auswirkende Versäumnisse gibt.
  • Was hat es mit den Abstraktionen beim Herstellen des Werts als gesellschaftlicher Form der Gebrauchswerte und der abstrakt menschlichen Arbeit als gesellschaftlich allgemeiner Form der konkret nützlichen Arbeiten auf sich? Ist eine in der ökonomisch gesellschaftlichen Wirklichkeit sich vollziehende Abstraktion eine mystisch irrationale Konstruktion? Wenn ja: Was muss bei dem argumentativen Gebrauch der Abstraktion berücksichtigt werden, wenn er berechtigt sein soll?
  • Zur Verausgabung der „menschlichen Arbeitskraft im physiologischen Sinn.“ Gibt es „physiologischen Wahrheiten“ der gesellschaftlich formbestimmten abstrakt menschlichen bzw. „unterschiedslosen menschlichen Arbeit“? Sind die Textpassagen über die „Verausgabung der menschlichen Arbeitskraft im physiologischen Sinn“ ein der Popularisierung geschuldeter Rückfall in einen groben Materialismus und in die klassische Ökonomie?
  • „Auch wäre der trügerischen Evidenz von Metaphern zu misstrauen“. Bemerkungen zu den metaphorischen Umschreibungen des Werts auf Seite 52 oben (MEW 23).
  • Zur Kontinuität der Erklärung der abstrakt menschlichen Arbeit von den allgemeinen Eigenschaften, ein Arbeitsprodukt bzw. abstrakt menschliche Arbeit zu sein, (MEW 23, S.52) bis zu ihrer Charakterisierung als „Verausgabung menschlicher  Arbeitskraft im physiologischen Sinn“. (MEW 23, S. 61,85 passim)
  • Zur Rolle der abstrakt menschlichen Arbeit und der von ihr verschiedenen „einfachen Arbeit“ in der gesamtgesellschaftlichen Herstellung der gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit
  • Zu Marx‘ wissenschaftlicher Verfahrensweise in den ersten beiden Abschnitten des ersten Kapitels des Kapitals. Zu dem Vorwurf, diese Verfahrensweise sei naturaliastisch-positivistisch und insofern wissenschaftlich unzulänglich. Um einen Bruch in der Darstellung zu vermeiden, müsste das Kapital, so folgert man, eigentlich erst mit dem dritten Abschnitt (Wertform) beginnen.

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Die Tagung nimmt das Erscheinen des ersten Bandes des Kapital von Karl Marx vor 150 Jahren zum Anlass einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der dort entfalteten Analyse und Kritik der kapitalistischen Produktionsweise.

Die Veranstalter betrachten Das Kapital als wichtigen Beitrag zum Verständnis der Strukturen und Dynamiken des Kapitalismus – insofern steht das Kapital hier als reales gesellschaftliches Verhältnis im Fokus einer kritischen Analyse. Allerdings ist das Kapital von Marx kein abgeschlossenes, perfektes oder zeitloses Werk – insofern sollen auch die Probleme und offenen Fragen des Kapital Gegenstand einer kritischen Untersuchung werden.

In diesem Zusammenhang ist es das Ziel der Tagung, einen Beitrag zur Wiederbelebung der im deutschsprachigen Raum kaum noch vorhandenen akademischen Rezeption der Marx’schen Kritik der politischen Ökonomie zu leisten.

Inhaltlich sollten sich die Beiträge so eng wie möglich an Sachfragen und Deutungsproblemen des ersten Bandes des Kapital orientieren. Mögliche Themen sind, wobei die folgende Themenliste keineswegs als abgeschlossen zu verstehen ist:

– Verhältnis von Qualität und Quantität des Werts

– Notwendige und Mehrarbeit

– Wert der Ware Arbeitskraft und Lohnformen, auch unter Gender-Gesichtspunkten

– Begriff der Klasse

– Zum Veralten des 13. Kapitels – mechanische Industrialisierung im 19. Jahrhundert – und heute?

– Ist das 20. Kapitel zu verstehen?

– Was ist eigentlich genau das allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation?

 Tagung 150 Jahre „Das Kapital“ — Uni Oldenburg

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Einladung zur Veranstaltung mit Dieter Wolf

am Freitag, den 2. September  2016, 19:00 Uhr und Samstag, den 3. September  2016, 10:30 Uhr in Berlin.

Referent: Dr. Dieter Wolf, Moderation: Dr. Frank Engster

Was es mit der Unterscheidung zwischen historischer, logisch-historischer und logisch systematischer Darstellungsweise in Abhängigkeit von der Bestimmung des Gegenstandes des Marxschen „Kapitals“ auf sich hat, wird seit der Marx-Renaissance Anfang der 1970er Jahre bis heute immer wieder kontrovers diskutiert.
Dieser Zusammenhang zwischen dem Gegenstand und seiner Darstellungsweise soll mit der Beantwortung folgender Fragen erklärt werden: Was ist die wirkliche Geschichte des Kapitals, die von Marx als „wirkliche Geschichte der Produktionsverhältnisse“ bezeichnet wird? Zum anderen: Was von dieser Geschichte ist aus welchen Gründen und auf welche methodisch spezifische Weise der Gegenstand des „Kapitals“?
Um diese Fragen zu beantworten, müssen die Erkenntnisse diskutiert werden, die Marx durch die Erforschung der historisch vergangenen und „kontemporären Geschichte“ des Kapitals gewonnen hat. Letztere besteht aus dem sich durch besondere „Eigentümlichkeiten“ auszeichnenden Entwicklungsstadium, welches das Kapital zu Marx’ Lebzeiten in England erreicht hat. Diese Erkenntnisse setzt Marx im wissenschaftlichen Konstitutionsprozess des „Kapitals“ so um, dass an dessen Ende als Gegenstand des „Kapitals“ gerade nicht die aus einem besonderen „Stück Zeitgeschichte“ bestehende „kontemporäre Geschichte“ steht. Diese dient, wie Marx feststellt, lediglich als „Hauptillustration“, während der die Darstellungsweise bestimmende Gegenstand des „Kapitals“ aus der auf den „idealen Durchschnitt“ beschränkten kontemporären Geschichte des Kapitals besteht.

 „Helle Panke”
Kopenhagener Str. 9
10437 Berlin – Prenzlauer Berg
Nahe U- und S-Bahnhof Schönhauser Allee.

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Freitag, den 28. August 2015, 19:00 Uhr und Samstag, den 29. August 2015, 10:30 Uhr in Berlin
Freitag, den 28. August 2015, 19:00 Uhr

Referent: Dr. Dieter Wolf, Moderation: Dr. Frank Engster
Zum dialektischen Widerspruch in der kapitalistischen Produktionsweise und seiner Darstellung in Marx‘ Kapital

Von den Theoretikern, die sich mit Hegel und Marx beschäftigen, gibt es solche, die Hegel, aber Marx nicht schätzen oder nur so weit, wie sie ihn als „Schüler Hegels” im Blick haben, während andere Theoretiker Marx, aber Hegel nicht schätzen. Während die einen im Namen der Dialektik das Kapital „hegelianisieren”, lehnen die anderen, um das zu vermeiden, die Dialektik ab. Marx schätzt Hegels Werk und selbstredend sein eigenes Werk und kann sich daher, ohne „Hegelianisierung” und ohne „Entdialektisierung” des Kapitals, erlauben zu sagen: „Der Hegelsche Widerspruch ist der Springquell aller Dialektik.”

Im Zusammenhang mit der Unterscheidung des dialektischen Widerspruchs bei Hegel und Marx und seiner Bedeutung für das Mensch-Naturverhältnis, soll versucht werden zu erklären, was der dialektische Widerspruch zwischen Gebrauchswert und Wert ist. Warum ist er kein mystisch irrationaler Widerspruch, sondern ein durch und durch rationaler, der auch nicht gegen die formale Logik verstößt? Warum und auf welche Weise schaffen die Menschen ökonomisch gesellschaftliche Zusammenhänge, deren Strukturen aus den Lösungsbewegungen des dialektischen Widerspruchs zwischen Gebrauchswert und Wert bestehen? (Einfache Wertform, doppelseitig polarer Gegensatz von preisbestimmter Ware und Geld, Übergang vom Geld ins Kapital, usw.) Marx schreibt in den Grundrissen: In „der Gesellschaft, wie sie ist”, „wären alle Sprengversuche Donquichotterie”, wenn in ihr die Bedingungen für eine „klassenlose Gesellschaft nicht verhüllt” vorgefunden würden. Warum heißt das auch, dass diese Bedingungen in einer Form vorgefunden werden, die durch die Lösungsbewegung des dialektischen Widerspruchs zwischen Gebrauchswert und Wert bestimmt ist?

Samstag, den 29. August 2015, 10:30 Uhr

Referent: Dr. Dieter Wolf, Moderation: Dr. Frank Engster
Zum Zusammenhang zwischen Wert und Produktionspreis

Vorschlag zu der im Rahmen einer Einführung zu führenden Diskussion zum zweiten Abschnitt des dritten Bandes des Kapitals, in der es zu zeigen gilt, dass es das, was unter dem „Transformationsproblem” verstanden wird, nicht gibt.

Auf welche Weise ist der die Gesamtoberfläche konstituierende, durch die doppelte Konkurrenz der Kapitale vermittelte ökonomisch gesellschaftliche Zusammenhang, worin die allgemeine Profitrate und der Produktionspreis gebildet werden, eine konkrete Lösungsbewegung des dialektischen Widerspruchs zwischen Gebrauchswert und Wert?
Veranstaltungsort:

„Helle Panke”
Kopenhagener Str. 9
10437 Berlin – Prenzlauer Berg
Nahe U- und S-Bahnhof Schönhauser Allee.

Unter den Auszügen aus meinen Büchern finden sich folgende weitere Texte zum „dialektischen Widerspruch”:

Hegel, Marx, Wertfom. Kritik Hegelianisierender Auffassungen von der Einheit des Gegensatzes von Gebrauchswert und Wert. [PDF]

Zum Verhältnis von dialektischem und logischem Widerspruch. Eine Kritik an Gerhard Göhler. [PDF]
Auszug aus Dieter Wolf: Der dialektische Widerspruch im Kapital. Ein Beitrag zur Marxschen Werttheorie, Hamburg 2002, Kapitel 6: S. 224-248.

Die Wertform als Lösungsbewegung des dialektischen Widerspruchs zwischen dem Gebrauchswert und dem Wert der Waren. [PDF]
Auszug aus Dieter Wolf: Der dialektische Widerspruch im Kapital. Ein Beitrag zur Marxschen Werttheorie, Hamburg 2002, Teil 2: S. 103-223.